Anwenderberichte aus dem Bereich Produktion

Unterschiedliche Systeme - Unterschiedliche Denkweisen

Die Firma Langer ist Spezialist für Cubingtechnik und Modellbau, Prüfmittel, Messmittel, Prototypen- und Serienformenbau mit angeschlossener Serienfertigung von Spritzgussteilen. Die Firmen Langer und Duwe-3d sind langjährige Partner. Gemeinsam konnte man PolyWorks® in verschiedene Projekte im Lehren-, Cubing- und Formenbau integrieren. Unterschiedliche Messgeräte stehen für flexible und bedarfsgerechte Auswertungen in Kombination mit PolyWorks zur Verfügung: CT, Scanning oder CNC-Koordinatenmessgeräte. Seit der Version PolyWorks 2016 lassen sich neben manuellen mobilen Messgeräten auch CNC-gesteuerte Koordinatenmessmaschinen anbinden. PolyWorks ist daher die ideale Softwareplattform, wenn mehrere unterschiedliche Messgeräte innerhalb eines Projekts zum Einsatz kommen sollen.

Keine Angst vor schwersten Teilen

ANDRITZ HYDRO in Ravensburg ist einer der führenden Hersteller von Turbinen für Wasserkraftwerke. In der Qualitätskontrolle der 200 Tonnen schweren Teile geht es um 1/100 Millimeter. Mit PolyWorks|Inspector™ in Kombination mit einem FaroArm und FARO Laser Tracker spielt die Größe keine Rolle mehr. ANDRITZ HYDRO in Ravensburg ist ein Geschäftsbereich der ANDRITZ Gruppe, einer der global führenden Anbieter für Anlagen der hydrologischen Stromerzeugung – „From Water to Wire“. Seit 170 Jahren baut das Unternehmen bereits Turbinen, seit 120 Jahren Komponenten für elektrische Kraftwerke. Weltweit sind ungefähr 30.000 Turbinen von ANDRITZ im Einsatz. In der Summe ergäben diese eine Leistung von 400.000 Megawatt (MW). Eine einzelne ANDRITZ Francis Turbine kann eine Leistung von 800 MW erbringen. Das ist in etwa die Kapazität eines mittleren Atomkraftwerks. Fast acht Meter Durchmesser und 200 Tonnen Gussmaterial eines Laufrades sind trotz der Ausmaße Präzisionsteile. Eine Unwucht hat bei 120 Umdrehungen pro Minute verheerende Auswirkungen. „Jede Messung ist ein eigenes Projekt!“, so Jener Korkmaz, Leiter der Prüftechnik.

Anspruchsvolle Formen erfordern flexible Messtechnik

Auswertungen an der Fahrerkabine eines Pistenbully 600 stellt die Firma Kässbohrer Geländefahrzeuge AG vor besondere Herausforderungen. Die Krümmung des Rahmens am Fahrerhaus verlangt höchste Präzision: PolyWorks|Inspector™ hilft dimesionelle Abweichungen zu identifizieren. Die Kässbohrer Geländefahrzeug AG ist ein führender Anbieter von Technik für Umwelt, Natur und Freizeit. Die Produktpalette der Kässbohrer Geländefahrzeug AG umfasst die PistenBully Familie für die Pisten- und Loipenpflege, die BeachTech Geräte zur Strandreinigung sowie Sonderfahrzeuge für Arbeits- und Transporteinsätze in unwegsamem Gelände. Mit einem Marktanteil von über 60 Prozent sind die PistenBully in der Pisten- und Loipenpflege sowie bei der Funparkgestaltung weltweit führend. Speziell die Seitenwandteile, die sowohl Sicht- als auch Funktionsflächen aufweisen, stellen mit ihrer komplexen Form hohe Anforderungen sowohl an Fertigung als auch an die Messtechnik. Anhand von optisch digitalisierten Punktewolken und einem Daten–zu–CAD-Vergleich in PolyWorks® können dimensionale Abweichungen und Verformungen schnell aufgezeigt werden.

Taktil. Manuell. Ausgemustert?

Manuelle Koordinatenmessmaschinen: Einst Inbegriff für Präzision und Qualität, stehen sie heute oft auf dem Abstellgleis. Flexible Messarme mit zusätzlichen Scannern setzen sich immer stärker durch. Erweitert man Messmaschinen mit einem aktuellen Messzähler, lassen sie sich jedoch problemlos in eine Inspektion mit moderner Software integrieren. Schmidt Modellbau GmbH in Friedrichshafen zeigt das RETROFIT mit der Software PolyWorks|Inspector™ und einem Controller von Stiefelmayer Messtechnik GmbH & Co. KG. Das Familienunternehmen Schmidt Modellbau GmbH hat sich in den letzten Jahrzehnten von einer Gießerei immer weiter hin zu einer Firma für Formen-, Modell- und Werkzeugbau entwickelt. Kunden sind vor allem Zulieferer der Automobilindustrie, kunststoffverarbeitende Betriebe oder Unternehmen aus der Luft- und Raumfahrt. „Die Software bedient alle bestehenden Anforderungen, das war für uns essentiell. Darüber hinaus bietet sie viele nützliche Funktionen, die mit der alten Software gar nicht oder nur sehr schwer umzusetzen waren. Vor allem die Möglichkeiten der Reportgestaltung haben uns überzeugt“, fasst Schmidt die Gründe für PolyWorks zusammen.

Die Tornadolinie

Neue Formen verlangen neue Verfahren der optischen Messtechnik. Der Verschleiß von Presswerkzeugen unterliegt nur geringen Toleranzen. Mit einem Messarm von FARO in Kombination mit PolyWorks|Inspector™ ist es möglich, Verlauf und Winkel der Tornadolinie automatisiert auszuwerten. Die Auswertung der Tornadolinie erfolgt im PolyWorks|Inspector™ mithilfe von Profillehren, die als automatisierbare Messfunktion zur Verfügung stehen. In diesem Bereich werden entlang einer zuvor definierten Kurve, die dem Verlauf der Tornadolinie entspricht, mehrere Profillehren parallel zueinander erzeugt. Die Messung der Profillehren leiten sowohl einen Sollradius auf dem CAD-Datensatz wie auch einen Ist-Radius aus der Punktwolke ab.