Anwenderberichte aus dem Bereich Konstruktion

Software für Medaillen

Sportgeräte werden technologisch immer ausgefeilter. Sie weiter zu optimieren ist eine Aufgabe für Tüftler mit dem Blick für Details. Die Konstrukteure des Berliner Instituts für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES) erhalten dabei Unterstützung von der Software PolyWorks®

Was bei Volker Gdanietz auf dem Messtisch landet, kennen Sie nur aus dem Fernsehen. Alle vier Jahre, wenn Olympioniken sich und ihr Material miteinander messen, bekommt es auch die Öffentlichkeit zu Gesicht. Fast bei allen olympischen Sportarten, wo das Material eine bedeutende Rolle spielt, ist das FES an Entwicklung und Abstimmung beteiligt - mit dem Ziel: „Optimierung des Gesamtsystems Sportler – Gerät“. Mit Hilfe optischer und taktiler 3D-Messtechnik holen sie die entscheidenden Sekunden heraus. „Meist sind es sehr spezielle Anforderungen, die wir bei der dimensionalen Kontrolle unserer Sportgeräte zu erfüllen haben. Es kommt vor, dass Aufgaben nur einmalig zu lösen sind und dann nie wieder. Es herrscht dann eher ein provisorischer Messaufbau“, charakterisiert Volker Gdanietz Konzeption und Durchführung von Messungen im Messlabor.

Es geht um Sicherheit

IndiKar implementiert Panzerungen in Serienfahrzeuge. Das verlangt Präzision bei ständig wechselnden Anforderungen und Vorgaben. Mit der Software PolyWorks® lassen sich taktile und optische Messdaten in Entwicklung und Produktion integrieren. Sonderschutzfahrzeuge sind aber nur ein Bereich. Die individuelle Modifikation von Karosserien ist gefragt, auch ohne Panzerung. Kleinstserien oder Einzelstücke für Messeauftritte sind weitere Geschäftsfelder. Seit der Gründung 2003 mit 20 Mann ist IndiKar inzwischen auf 130 Mitarbeiter gewachsen. Mit dem Erfolg und steigenden Mitarbeiterzahlen haben die Karosseriebauer auch technisch aufgerüstet. Die Anforderungen werden immer vielseitiger, Ansprüche an Präzision und Qualität steigen mit der Erfahrung. „Beim Ausbau unserer Messtechnik war Flexibilität entscheidend“, erinnert sich Sascha Dorst, Leiter Prototypenbau und Messtechnik.

Rennfahrer im Nebenjob 

Nachwuchsingenieure auf der ganzen Welt bauen neben ihrem Studium Rennwagen. Das Niveau: “Fast wie in der Formel 1”. Das Team municHMotorsport fährt mit der Software PolyWorks in der Formula Student ganz vorne mit. Die Idee, Motorsport als Plattform für werdende Ingenieure zu nutzen, kommt aus Amerika. Seit 1981 gibt es ein verbindliches Reglement, der erste Wettbewerb findet in Michigan, USA statt. Inzwischen gibt es Formula Student Events auf der ganzen Welt, seit 2005 auch in Deutschland. Viele Unternehmen unterstützen einzelne Teams; ihre Mitglieder sind als künftige Mitarbeiter begehrt - talentiert, motiviert und fachlich hochqualifiziert. Michael Gambitz, zuständig für die Sponsorenbetreuung, sieht den PolyWorks Einsatz sportlich: „Optische Messtechnik gab es bisher in der Formula Student nicht häufig. Da hatten wir dieses Jahr einen echten Wettbewerbsvorteil."