Anwenderberichte aus dem Bereich Design

Designmodell vollendet

Die Entwicklung eines Prototypen ist oft noch eine haptische Angelegenheit. Der Aufwand lässt sich jedoch deutlich reduzieren: Digitalisierung des Clay-Modells mit dem Steinbichler Comet Messsystem und Aufbereitung der Daten zum Fräsen mit der Software PolyWorks®. Computer-aided Styling (CAS), der virtuelle Entwicklungsprozess im Design, ergänzt dabei in zunehmenden Maße die klassische Formfindung. In Zusammenarbeit mit Herrn Prof. Dr. Wickenheiser vom Studiengang Transportation Design an der Hochschule München, der Steinbichler Optotechnik GmbH und mit freundlicher Unterstützung der Firma Rücker hat die Duwe-3d AG auf Grundlage eines Clay-Modells durch 3D-Digitalisierung und Aufbereitung der Messdaten in der Software PolyWorks einen vollständigen dreidimensionalen Prototypen entstehen lassen. So war es nicht notwendig das gesamte Clay-Modell in handarbeit fertigzustellen. Durch die 3D-Digitalisierung des Halbmodells und Spiegelung konnte ein vollkommen symmetrisches Modell aus dem leichten Blockbaumaterial Ureol gefräst werden.

Prothesen aus dem Drucker

Optische Digitalisierung und die Software PolyWorks® bringen Vorteile bei der Versorgung mit Zweitprothesen für Alltag und Freizeit. Schnelle Anpassung, schnelle, günstige Fertigung und funktionelle Details sind die Argumente der digitalen Prozesskette. Generative bzw. additive Fertigungsverfahren durchdringen immer mehr Bereiche. Mit der Entwicklung der Technologie wachsen auch die Einsatzmöglichkeiten von 3D-Drucken. Längst sind Anwendungen nicht mehr auf die schnelle Erstellung von Prototypen oder reiner Anschauungsobjekte beschränkt. Tinkercad, SketchUp und FabLabs lassen theoretisch jedermann am Hype teilhaben: Frei verfügbare Software und 3D-Drucker in gemeinschaftlich organisierten Werkstätten fördern die Experimetierfreude. So richtig Nützliches findet man hier jedoch eher selten … Ein Bereich, in dem die Teile aus dem Drucker bereits ihren festen Platz haben, ist die Medizin- und Orthopädietechnik. „Was natürlich der Traum wäre: Der Patient kommt, man scannt das Körperteil ein und gibt es weiter an der Drucker – fertig ist die Prothese," Jannis Breuninger vom Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA